2. Qualitätsrahmen

Die Schule im Stadtteil bezieht außerschulische Angebote von Vereinen und Kirchengemeinden in ihre Arbeit ein und entwickelt in Zusammenarbeit mit den anderen Kindereinrichtungen verlässliche Kooperationsstrukturen.

2.1 Steuerung

Der Träger des Ganztagsprogrammes ist der Förderverein der Gruneliusschule. Der Vorstand stellt eine Koordinatorin für den Nachmittagsbereich ein, die in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung tätig ist.
Gestaltet und geplant wird das Ganztagsprogramm von der Programmgruppe, die sich halbjährlich trifft. Diese besteht aus Trägervertretern, Eltern, Kooperationspartnern, Lehrern,  der Koordinatorin und der Schulleitung. Kooperationspartner, die nicht teilnehmen können, stehen im ständigen Kontakt mit der Koordinatorin. Die Schüler/innen können über den Schülerrat ihre Wünsche, Ideen und Kritik an den Projekten einbringen.
Bei der Planung des Angebots werden die Verzahnung mit dem Unterricht, die Interessen der Schüler, Wünsche der Eltern und Lehrer berücksichtigt. Die Angebote sind bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Musikschule) kostenlos.
Jährlich wird das Angebot von der Koordinatorin und der Schulleitung hinsichtlich Quantität und Qualität evaluiert.
Für den Ganztag werden entsprechende Räume und Materialien von der Schule bereitgestellt. Auch außerschulische Lernorte sind möglich.

2.2 Unterricht und Angebote

In der Kernzeit von 8.45 – 11.30 Uhr findet für alle Schüler/innen Unterricht statt. Gleichzeitig werden Förder- und Fordermaßnahmen angeboten.
Vor und nach der Kernzeit bietet die Schule weitere Betreuungs-, Förder- / Forder-, Bildungs-, und Freizeitangebote.

2.2.1 Betreuungsangebote und Mittagsessen

Ab 7.30 Uhr ist die Frühbetreuung geöffnet, ab 8.00 Uhr kommt für die ersten und zweiten Klassen die Gleitzeit hinzu.

Von 11.30 – 15.00 Uhr (freitags bis 14.00) können die Schüler, die nicht an anderen Angeboten teilnehmen möchten, in den Spieletreff gehen.

Die Hausaufgabenbetreuung beginnt um 13.30 bis 14.30 Uhr.
Diese Angebote werden von ausgebildeten Pädagogen betreut.

Von 12.00 bis 13.30 Uhr können die SchülerInnen eine warme Mahlzeit in der schuleigenen Mensa einnehmen.
Genaue Angaben über Bestell- und Bezahlmodalitäten werden im Angebotsheft mitgeteilt, das halbjährlich ausgegeben wird.

2.2.2 Förder– und Forderangebote

Im Rahmen des Ganztags bieten wir den Schülern verschiedene Angebote, in denen sie ihren Leistungen entsprechend gefördert und gefordert werden.
In Zusammenarbeit mit dem Stadtschulamt werden zweimal in der Woche Kleingruppen ab der zweiten Klasse am Nachmittag gefördert. Ein Austausch zwischen den betroffenen Klassenlehrern und dem Personal der Sternpiloten findet regelmäßig statt.
Zusätzlich empfehlen Klassenlehrer Eltern bestimmte
AG – Angebote, die die Fähigkeiten der Schüler stärken sollen.

Die Lernwerkstatt für Klassen 3 und 4 findet einmal wöchentlich an einem Unterrichtsvormittag statt. Hier werden die Kinder besonders im selbstständigen Lernen gefördert.

Im 2. Schuljahr werden die Schüler/innen im PC Unterricht in kleinen Gruppen in die Arbeit mit dem Computer eingeführt.

Zur weiteren Differenzierung können die Büchereistunden am Vormittag genutzt werden.

2.2.3 Bildungsangebote

Neben dem Unterricht können sich die Schüler in Form von AG´s  in einem vielfältigen Angebot weiterbilden.
Das Angebot ist weit gefächert und fördert und fordert die Schüler im sportlichen, musischen, künstlerischen, kreativen, praktisch – lebensweltlichen, theaterpädagogischen und kognitiven Bereich. Auch bieten wir Angebote, die die neuen Medien betreffen (siehe Angebotsheft).
Das Angebot wird von Lehrern, Honorarkräften, Übungsleitern der Vereine und Ehrenamtlichen der Gemeinden gestaltet. Stark nachgefragte Angebote bleiben erhalten und weniger nachgefragte AG´s werden durch neue ersetzt.

2.2.4 Freizeitangebote

Neben dem Spieletreff bieten wir montags bis donnerstags
von 12.25 – 13.10 Uhr die „Kreativwerkstatt“ im Werkraum und „Freie Bewegung“ in der Sporthalle an. Hier müssen die Schüler anders als bei den AG´s sich nicht verbindlich anmelden, sondern können sich spontan für das Angebot entscheiden.

Die Ausleihe der Schülerbücherei ist von 13:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.

2.2.5 Bewegungsangebote

Bewegung ist für uns ein wesentliches Element der Ausgestaltung eines Gesundheit förderlichen Schullebens. Daher bieten wir in allen oben genannten Bereichen ein Bewegungsangebot.
Im Unterricht ist in der ersten Klasse die tägliche Bewegungszeit neben dem Sportunterricht im Stundenplan verankert.
Der Spieletreff nutzt regelmäßig den Pausenhof 3 zum Spielen im Freien, wenn das Wetter es zulässt.
Als Freizeitangebot kann die  Freie Bewegung in der Sporthalle genutzt werden, bei der die Schüler die Gestaltung mitbestimmen.
Wir bieten 10 Sport - AG´s in der Schule und 4 Sportkurse in Kooperation mit dem Sportverein des TSG Oberrad an.
Auf dem Schulhof 3 befindet sich das Spielehäuschen mit Spielgeräten wie Stelzen, Skateboards, Seilchen, Bälle  usw. Diese Geräte können nach Bedarf und von den Osterferien bis zu den Herbstferien in der ersten großen Pause von den Schüler/innen mit ihrem Pausenausweis ausgeliehen werden. Für den Verleih in den Pausen sind die Schüler der 4. Klassen zuständig.

2.3. Schulkultur

2.3.1 Leitsätze der Kinder

• Jeder Mensch ist einzigartig.
• Wir bekommen und geben Hilfen, die wir brauchen, um uns gut zu entwickeln.
• Wir wollen Spaß am Lernen haben, uns wohl fühlen und uns gegenseitig vertrauen.

Die Leitsätze zeigen den wertschätzenden anerkennenden Umgang, der das gemeinsame Miteinander an der Schule prägt.

2.3.2 Lernkultur

Ein Schwerpunkt des Schuljahres 2013/2014 ist der Unterricht mit heterogenen Lerngruppen. Schon im Anfangsunterricht wird Stationenarbeit ritualisiert und Gruppenarbeit als Methode selbständigen Lernens eingeführt. Es werden teilweise differenzierte Tages- und Wochenpläne eingesetzt, um leistungsstarken und schwächeren Schüler/innen gerecht zu werden. Auch im Fachunterricht wird das Prinzip des selbstständigen Arbeitens gefördert, ebenso in der Lernwerkstatt.

2.3.3 Veranstaltungen

Zur Stärkung des Wir-Gefühls der Schulgemeinde feiern wir jährlich das Winterfest. Dabei stellen die AG’s ihre Aktivitäten und Arbeitsergebnisse vor. Die Eltern haben die Gelegenheit, die AG Leiter kennenzulernen und die Schüler/innen werden zur Teilnahme an neuen AG’s angeregt.  
Weiterhin findet einmal im Jahr ein Kinderfest statt, das von der Gruppe des muttersprachlichen Unterrichts (türkisch) ausgerichtet wird. Wir praktizieren jährlich ein Herbstsingen, ein Fühlingssingen, ein Weihnachtssingen und in der Vorweihnachtszeit Lesungen von Weihnachtsgeschichten. Weiterhin findet alle zwei Jahre eine Projektwoche statt und in unregelmäßigen Abständen veranstalten wir thematische Aktionstage teilweise auch gemeinsam mit den anderen Betreuungseinrichtungen.
Mit den Kindergärten des Stadtteils arbeiten wir an dem Projekt „Gelingende Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule“. Wir werden von den „Lesepaten“ und den „Lesefüchsen“ unterstützt. Neben der Kooperation mit dem Sportverein und dem Fußballverein, arbeiten wir mit der schulbibliothekarischen Arbeitsstelle zusammen. Wir beteiligen uns am Präventionsmodell Klasse 2000, das vom Gesundheitsamt gefördert wird. Vier Kolleginnen nehmen an den Fortbildungen von Primacanta teil.
Die Kolleginnen des 3. Jahrgangs führen jährlich einmal einen Lesewettbewerb durch. Gemeinsame Konzert-, Theater- und Museumsbesuche zählen ebenso zum jährlichen Angebot wie Besuche im Zoo, im Palmengarten oder auf der Streuobstwiese.
Als Energiesparschule führen wir das Projekt „Zu Fuß zur Schule“ durch und gestalten unseren Schulgarten. Für soziale Konflikte gibt es das Angebot der Streitschlichtung durch die Koordinatorin, die auch bei Mobbingfällen zu Hilfe herangezogen werden kann. In Kooperation mit der TSG finden die Tischtennis-Minimeisterschaften jährlich statt.

2.3.4 Vernetzung und Kooperation

Das Kollegium erarbeitet in Jahrgangsteams gemeinsame Unterrichtsprojekte und plant den Unterricht zusammen. Im regelmäßig stattfindenden pädagogischen Treff werden gelungene Unterrichtserfahrungen ausgetauscht, Materialien vorgestellt und pädagogische Fragen diskutiert
Mit den Leitern der Sternpiloten Gruppen findet ein regelmäßiger Austausch statt.
Vernetzungen mit den Horten und Kindergärten im Stadtteil bestehen seit über 10 Jahren. Im Rahmen des Projekts „Frankfurter Offene Ganztagsschule“ des Stadtschulamtes hat sich das „Kindernetzwerk Oberrad“ herausgebildet, in dem alle Einrichtungen, die für Angebote für die Kinder im Stadtteil zuständig sind, beteiligt sind. Außerdem sind Vertreter des Stadtschulamtes und Sozialrathauses dabei. Ein Ziel ist es in festgelegten größeren Abständen Fachtagungen für alle zu veranstalten und die Einrichtung eines Abenteuerspielplatzes zu initiieren. 

2.3.5 Partizipation

Das Ganztagsprogramm, veröffentlicht durch halbjährliche Programmhefte, wird in einer Programmgruppe mit Vertreter/innen der Schulleitung, der Lehrkräfte, des Trägers, der Eltern, Kooperationspartner und der Koordinatorin entwickelt. Dabei werden pädagogischer Anspruch, die Inhalte des Arbeitsgemeinschaften und der Umfang festgelegt.
Unser Streben ist es, Bildung mit Partnern im Stadtteil gemeinsam zu gestalten. Das Kindernetzwerk garantiert die Partizipation aller Einrichtungen im Stadtteil, sowie Stadtschulamt und Sozialrathaus. Über den Schülerrat sind auch die Schüler/innen beteiligt.
Durch umfassende Umfragen in einzelnen Bereichen wird die Zufriedenheit, der Bedarf und die Beteiligungswünsche der Eltern/Kinder abgefragt.
Auch Eltern können als AG Leiter eingesetzt werden.
Das Angebot eines Elterncafés, in dem Informationen eingeholt, Erziehungsfragen mit fachlicher Begleitung diskutiert werden können und Austausch unter den Eltern stattfinden kann, kann jederzeit umgesetzt werden. Hierüber werden die Eltern von Zeit zu Zeit informiert.
Aktive Mitgestaltung der Eltern, sowie das Einbringen ihrer Kompetenzen im Schulleben ist durch die Beteiligung am Kindernetzwerk und in der Programmgruppe möglich. Damit wird eine gemeinsame Verantwortung zwischen Schule und Eltern gelebt.

2.3.6 Schulzeit und Rhythmisierung

Im Schuljahr 2013/2014 wurde montags bis freitags ein Förder- und Forderband, in denen die Lehrer unterschiedliche, in den Jahrgangsteams abgesprochene Schwerpunkte setzen von 8:00 Uhr – 8:45 Uhr für die 1. und 2. Klassen eingeführt. Das Förder- und Forderband für die 3. und 4. Klassen findet montags bis donnerstags von 12:25 Uhr – 13:10 Uhr statt.
Im Tagesablauf sind Spiel und Ruhemöglichkeiten vorgesehen. Die Schüler/innen haben die Möglichkeit sich in die Schulbücherei zurückzuziehen oder sich im Schulhof/Turnhalle aus zu toben. Durch die Nachmittagsangebote von Lehrkräften wird Vor- und Nachmittag verzahnt. Der Austausch von Honorarkräften am Nachmittag mit den Lehrkräften am Vormittag wird durch die Koordinatorin gewährleistet.

2.3.7 Räumlichkeiten

Die Schule entstand in vier Abschnitten. Der Altbau von 1907 beherbergt 8 Klassenräume. Im Mittelbau von 1959 sind das Lehrerzimmer und die Verwaltungsräume untergebracht.
Darüber befinden sich die Lernwerkstatt, Differenzierungsräume, zwei weitere Klassenräume, der Musikraum und der PC Raum. Im Querbau sind zurzeit vier Klassen, die Frühbetreuung und der Hort des Fördervereins untergebracht. Im Keller wird der ehemalige Handarbeitsraum neben der Küche als Mensa genutzt. Die Schule war 1959 als Grund- und Hauptschule konzipiert. Aus dieser Zeit stammen auch die Turnhalle und die Toilettenanlagen.
Im Pavillon, der 1972 errichtet wurde, befinden sich heute 6 Klassenräume, die Schülerbücherei, die Vorklasse, das Büro der Koordinatorin des Nachmittagsangebotes.
Der Schulhof ist dreiteilig. Das Dach der Pausenhalle ist in einem schlechten Zustand. Es gibt hinter der Turnhalle einen Schulgarten. Eine kleine neue Spielfläche für die Vorklasse und ersten Klassen ist in Planung.
2010 wurde mit der Planung der Erweiterung und Sanierung der Schule begonnen. Diese Maßnahmen sind dringend notwendig, um den gestiegenen Schülerzahlen, sowie auch Ansprüchen, die Ganztagsentwicklung und Inklusion stellen, gerecht werden zu können.